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Verlustangst überwinden? 7 Tricks, mit denen Du die Macht zurückgewinnst

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Du merkst, wie sich Dein Bauch verkrampft. Du beginnst zu schwitzen und Dein Stresspegel steigt ins Unermessliche. Der Gedankenkreisel in Deinem Kopf scheint jede Sekunde zu explodieren und Deine Atmung wird immer flacher. Klingt wie die Vorbereitung auf einen abenteuerlichen Kampf gegen eine Horde Hyänen im Steppgebiet der Sahara, oder?

In Wirklichkeit hast Du jedoch gerade nur erfahren, dass Dein Partner ohne Dich nach Ibiza fliegen will – um Party mit den Kumpels zu machen. Für Menschen mit starker Verlustangst kommen solche Situationen einem Überlebenskampf gleich. Kein Mensch sieht sich gerne mit dem Verlust eines geliebten Menschen konfrontiert. Manchmal arten Verlustängste allerdings derart aus, dass der Bezug zur Realität völlig verloren geht.

Verlustangst überwinden - ist das möglich?
Verlustangst überwinden – ist das möglich?

Verlustangst und Bindungsangst sind die 2 apokalyptischen Reiter einer jeden Beziehung. In diesem Artikel erfährst Du, was Verlustangst ist und woher es kommt. Mit den 7 Tricks am Ende des Artikels zeige ich Dir außerdem, wie Du auch Deine Verlustangst überwinden kannst.

Disclaimer: In diesem Artikel findest Du nur meine persönlichen Erfahrungen. Wende Dich bei Problemen bitte an eine professionelle Stelle.

Was ist Verlustangst?

Ach Schatz, übrigens… im September flieg ich mit meinen Jungs für eine Woche nach Ibiza – wir feiern Pokalsieg.“ Gerade den Satz vollendet, scheint Tobi es auch schon zu bereuen. Seiner Freundin Lena – mit der er jetzt schon über ein Jahr zusammen ist – kann er innerhalb einer Sekunde vom Gesicht ablesen, dass diese damit so ganz und gar nicht begeistert ist. Entnervt verdreht er die Augen und macht sich auf eine nervenaufreibende Diskussion mit Lena gefasst. Tobi versteht einfach nicht, warum Lena jedes mal so ein Theater veranstaltet – wegen nichts und wieder nichts.

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Verlustangst ist die (manchmal völlig unbegründete) Angst vor dem Verlassenwerden.

Kein Wunder – er hat ja auch keinen Plan, was gerade im Kopf seiner Freundin abgeht. Denn Lena leidet an Verlustangst. Sie hat Angst, von den Menschen, die sie liebt, im Stich gelassen zu werden. Und zwar in einer Intensität, die über das normale Maß hinausgeht.

Verlustangst (bzw. Trennungsangst) beschreibt die Furcht davor, einen geliebten Menschen zu verlieren. Dies führt häufig zu destruktiven Verhaltensweisen (z.B. in Form von übertriebener Eifersucht oder Kontrollverhalten). Dabei gibt es in Wirklichkeit oft gar keinen wirklichen Grund für diese Angst.

Verlassen zu werden ist für niemanden cool. Trennungen tun weh. Egal ob es sich um das Ende einer langjährigen Ehe handelt oder um den herzzerreißenden Abschied nach dem einwöchigen Liebesabenteuer in Teneriffa. Ist Verlustangst also eigentlich ganz normal?

Ist Verlustangst normal?

Wenn man nicht gerade als emotionsloser Psychopath durch die Welt läuft, ist ein gewisses Maß an Verlustangst ganz natürlich. Es ist ganz normal, Angst davor zu haben, einen wichtigen Menschen aus unserem Leben zu verlieren – wenn es einen Anhaltspunkt gibt, der das ganze rechtfertigt. So ein Anhaltspunkt kann zum Beispiel sein:

  • Untreue
    Gibt es klare Anzeichen, dass Dein Partner fremdgeht? Oder gar ein Geständnis? Schwebt ein solcher Vertrauensbruch im Raum, ist Verlustangst eine natürliche Reaktion.
  • Trennung
    „Wir müssen reden.“ ist wohl der gefürchtetste Satz in vielen Partnerschaften. Im entsprechenden Kontext triggert er bei vielen Menschen automatisch Verlustangst, weil damit assoziiert wird, dass sich der Partner trennen möchte.
  • Emotionale Distanzierung
    Manchmal kann es auch sein, dass sich ein Partner in der Beziehung entliebt. Demensprechend wird er/sie sich wohl auf kurz oder lang auch emotional distanzieren – also nicht mehr so liebevoll, zärtlich und aufmerksam sein wie noch am Anfang der Beziehung. Auch hier ist Verlustangst völlig normal.
  • Krankheit und Tod
    Erleidet ein geliebter Mensch eine schwere Krankheit oder befindet sich in Lebensgefahr, bekommen wir es auch hier mit Verlustangst zu tun.
ist verlustangst normal
In manchen Situationen ist Verlustangst völlig normal.

Wann wird Verlustangst problematisch?

Wie Du siehst, ist ein bisschen Verlustangst in bestimmten Situationen völlig normal und auch gesund. Zum Problem wird das ganze dann, wenn die Angst ausartet, ohne dass es wirklich ersichtliche Gründe dafür gibt. Wenn der Verlustängstler den Bezug zur Realität immer mehr verliert und nur noch von seiner Angst geleitet wird.

Verlustängstler haben in Beziehungen von Grund auf Angst, verlassen oder betrogen zu werden. Nimmt diese (unberechtigte) Sorge überhand, werden die meisten Beziehungen auf kurz oder lang bröckeln.

Warum? Weil obsessive Gedanken aus reiner Verlustangst heraus irgendwann unweigerlich auch zu destruktiven Verhaltensänderungen führen.

obsessives denken
Obsessive Gedanken führen oft zu Eifersucht, Kontrollsucht und anderen destruktiven Verhaltensmustern.

Personen mit starker Verlustangst entwickeln mit der Zeit häufig negative Verhaltensweisen. Wie zum Beispiel die ständige Einforderung von Bestätigung in Form von Liebesbeweisen. Oder sie versuchen ihren Partner zu kontrollieren, damit sie ihre Verlustangst für eine kurze Zeit besänftigen können. Oder aber sie schieben unbegründete Eifersuchtsszenen, weil die Emotionen verrückt spielen. Alles Verhaltensweisen, die jede noch so stabile Beziehung langfristig auf die Feuerprobe stellen.

Wenn Du Deine Verlustangst überwinden willst, musst Du Dir jedoch erst im Klaren darüber sein, woher diese Verhaltensweisen eigentlich kommen.

Was sind die Ursachen für Verlustangst?

Woher kommt aber nun dieses überwältigende Angstgefühl, das Lena dabei empfindet, wenn sie erfährt, dass ihr Freund Tobi eine Woche Partyurlaub mit seinen Kumpels machen will? Oder das unangenehme Bauchgefühl bei Peter, wenn er schon zum 67. Mal auf sein Handy guckt, weil seine Freundin Marla ihm noch keine Guten Morgen SMS geschrieben hat.

woher kommt verlustangst
Warum fühlen wir uns so schlecht, wenn unser Partner mit der SMS auf sich warten lässt?

Auch wenn die konkreten Ursachen von Verlustangst natürlich unterschiedlich sein können, gibt es gleichwohl einige Faktoren, welche die Entwicklung einer Verlustangst im Allgemeinen begünstigen.

Zu den häufigsten zählen:

  • Mangelndes Selbstwertgefühl
    Der absolute Klassiker. Und ja, es trifft in vielen Fällen zu: Bei Menschen mit einem niedrigen Selbstwertgefühl nistet sich Verlustangst leichter ein. Und das ist auch nachvollziehbar. Wenn ich selbst nicht viel von mir halte, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich in einer Beziehung irgendwann der selbstzerstörerische Glaubenssatz aufdrängt: „Ich bin nicht gut genug für meinen PartnerIch werde ihn/sie nicht halten können.“ Das ideale Fundament für eine ausgeprägte Verlustangst.
  • Negative Vorerfahrungen
    Jeder verarbeitet Trennungen anders. Während die einen keine Sekunde mehr zurückblicken, kämpfen andere noch Jahre danach mit den negativen Gefühlen einer Trennung. Aber nicht nur unverarbeitete Trennungen können zur Entwicklung einer Verlustangst führen, sondern auch tragische Ereignisse wie etwa der unvorhergesehene Tod eines Familienmitglieds.
  • Psychische Krankheiten
    Auf keinen Fall unterschätzt werden dürfen psychische Krankheiten. Menschen mit Depression, Codependenz oder Borderline leiden aufgrund ihrer Krankheit oft auch an starken Verlustängsten.

Kommt Verlustangst aus der Kindheit?

Die eigentliche Ursache wird von zahlreichen Forschern allerdings weitaus früher vermutet – und zwar ab dem Moment an, an dem wir das Licht der Welt erblicken.

Von diesem Zeitpunkt an sind wir für die nächsten Jahre zu einer enormen Abhängigkeit verdammt. Denn ohne die Fürsorge und Aufmerksamkeit unserer Eltern sieht es schlecht für uns aus – wir sind auf deren körperliche, emotionale sowie finanzielle Zuwendung angewiesen. Bereits in der Kindheit wächst unser Unterbewusstsein also mit dem Glaubenssatz auf: „Ich brauche andere Menschen, um zu überleben.

Und dieser Gedanke stimmt natürlich – solange wir Säugling bzw. Kind sind.

 

verlustangst aus der kindheit

Das Problem: Während Menschen mit einem gesunden Bindungsmuster diesen Glaubenssatz beim Erwachsenwerden irgendwann ablegen, verpassen Verlustängstler hier den Absprung. Bei diesen sitzt der Glaubenssatz so tief, dass sie auch als erwachsene Person noch unbewusst glauben, andere Menschen zu brauchen. Verantwortlich dafür sind häufig traumatische Erfahrungen, die im Laufe des Lebens hinzukommen und zur Ausprägung einer starken Verlustangst führen können. Solche Traumata können zum Beispiel entstehen durch:

  • Trennung der Eltern
  • Abwesenheit eines Elternteil (oder sogar beider Elternteile)
  • Todesfall in der Familie
  • Mobbing in der Schule
  • Hinterhältiges Verhalten von (eigentlichen) Freunden
  • Fehlende Zuwendung der Eltern
  • Krankheit eines geliebten Menschen
  • Untreue durch den Partner

Erkennst Du Dich in einem dieser Punkte wieder? Natürlich gibt es noch unzählige weitere mögliche Ursachen, die für die Entstehung von Verlustangst verantwortlich sein können.

Die häufigsten Symptome von Verlustangst – ein Schnellcheck

Auch wenn sich Verlustangst bei jeder Person anders äußern kann, gibt es dennoch eine Reihe an typischen Symptomen. Die folgenden Fragen helfen Dir dabei, Deine verlustängstliche Seite einmal selbst zu reflektieren.

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Die Symptome von verlustängstlichen Personen reichen von übertriebener Eifersucht bis hin zu absolutem Kontrollverhalten.
  • Kontrollzwang: Hast Du das Gefühl, das Verhalten Deines Partners kontrollieren zu müssen, damit Du Dich in der Beziehung sicher fühlst?
  • Übertriebene EifersuchtExplodierst Du innerlich, wenn Du feststellst, dass Dein Partner jemand anderem ein Lächeln schenkt?
  • Bestätigungssucht: Brauchst Du permanent die Validierung Deines Partners (a là „Liebst Du mich eigentlich?“), um Dich gut fühlen zu können?
  • Klammern: Hältst Du es kaum aus, wenn Dein Partner mal ohne Dich Spaß haben will?
  • Emotionale Abhängigkeit: Sind Deine Gefühle komplett von der aktuellen Laune Deines Partners abhängig?
  • Misstrauen: Zweifelst Du öfter daran, dass Dein Partner seine Komplimente ernst meint?
  • Überreaktionen: Gehst Du bei den kleinsten Fehlern Deines Partners an die Decke? Zum Beispiel, wenn Dein Partner vergessen hat, sein Geschirr abzuspülen?
  • Geringe Stresstoleranz: Fühlst Du Dich direkt gestresst, wenn es mal zu kleinen Unstimmigkeiten in der Beziehung kommt?
  • Pessimismus: Gehst Du davon aus, dass Dich Dein Partner sowieso bald verlassen wird?
  • Überfürsorglichkeit: Bist Du übertrieben fürsorglich, weil Du Angst hast, dass Deinem Partner etwas zustößt?

Verlustangst überwinden – Mit diesen 7 Tricks festigst Du Deine Beziehungen

Chronische Verlustangst ist Gift für jede Beziehung. Mit den oben aufgeführten Verhaltensweisen schadest Du nicht nur der Person, die Du liebst, sondern vor allem auch Dir selbst. Verlustangst ist wie ein Klotz, der Dir ans Bein gekettet ist und Dich daran hindert, in Beziehungen Du selbst zu sein. Ein ziemlich bleischwerer Klotz sogar – bestehend aus Selbstzweifeln, die Deinen Selbstwert untergraben und Deine Beziehungen zerstören.

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Aber keine Sorge: Mit den folgenden 7 Tricks wirst Du den hinderlichen Klotz endlich los und kannst Deine Verlustangst überwinden:

1. Finde die Ursache

Du willst die nervige Verlustangst überwinden? Dann musst Du als allererstes die Wurzel des ganzen Übels ausfindig machen. Herauszufinden, woher Deine Verlustangst stammt, ist leider häufig allerdings alles andere als einfach. Die folgenden Fragen sollen Dir daher bei der Ursachenforschung behilflich sein:

  • Hast Du in Deiner Kindheit traumatische Erfahrungen machen müssen? (z.B. Trennung der Eltern, abwesender Vater, etc.)
  • Musstest Du in der Vergangenheit eine extrem schmerzhafte Trennung durchleben?
  • Gab es in der Familie oder im Freundeskreis einen Todesfall, den Du bisher nicht richtig verarbeitet hast?
  • Wurdest Du betrogen? (Von Partner, Freunden oder einem Familienmitglied)
  • Hattest Du zeitweise mit Mobbing zu kämpfen? (z.B. in der Schule)
  • Hast Du mit anderen psychischen Krankheiten zu kämpfen? (z.B. Depression)
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Verlustangst kann viele Ursachen haben. Oft muss man genauer hinsehen.

Die Fragen dienen dabei natürlich nur als Wegweiser. Da die Ursachen oft tief im Unterbewusstsein vergraben sind, kann es in manchen Fällen auch sinnvoll sein, einen professionellen Coach oder Therapeuten mit ans Boot zu holen.

2. Finde die Triggerpunkte Deiner Verlustangst

Gibt es bestimmte Situationen, die Deine Verlustangst regelmäßig triggern? Fängst Du bereits bei dem Gedanken an einen Streit mit Deinem Partner an, zu schwitzen? Läuft es Dir eiskalt den Rücken hinunter, wenn Deine Freundin Dir erzählt, dass sie am Wochenende mit den Freunden vom Volleyballteam einen Roadtrip machen will? Oder stellst Du ein flaues Gefühl im Magen fest, wenn Dein Freund die WhatsApp-Nachricht schon vor 7 Minuten gelesen hat, aber immer noch keine Antwort kommt?

Wenn Du Deine Verlustangst überwinden willst, musst Du zunächst die Auslöser kennen. Erst dann kannst Du logischerweise daran arbeiten.

3. Vernichte Deine zerstörerischen Glaubenssätze

Hast Du die Auslöser für Deine Verlustangst identifiziert? Dann ist es nun an der Zeit, einen intensiven Blick auf die darunter verborgenen Glaubenssätze zu werfen. Hier fängt die wirkliche Arbeit an. Wenn Du das nächste Mal feststellst, wie sich Deine Kehle vor lauter Verlustangst zuschnürt, dann halte bewusst ein paar Sekunden inne und gehe tief in Dich hinein.

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Vernichte Deine limitierenden Glaubenssätze

Wenn Du Glaubenssätze wie: „Ich bin nicht gut genug. Er/Sie wird mich verlassen. Ich kann ihn/sie unmöglich halten.“ in Deinem Kopf erkennst, dann schon einmal Glückwunsch – den schmerzhaften Teil hast Du schon einmal geschafft.

Im nächsten Schritt geht es dann darum, diese destruktiven Glaubensmuster als das zu erkennen, was sie sind – veraltete Glaubenssätze Deines Unterbewusstseins, die schlicht und einfach falsch sind. In den meisten Fällen wirst Du nämlich bemerken, dass Deine akute Angst völlig unbegründet ist.

4. Entwickle gesunde Glaubenssätze

Hast Du Deine destruktiven Glaubenssätze im Höllenfeuer des Bewusstseins verbrannt? Gut so, dann wird es jetzt Zeit, wie ein Phönix aus der Asche mit neuen Glaubenssätzen aufzuerstehen. Und zwar mit solchen, die gesund sind und Deiner Verlustangst den Wind aus den Segeln nehmen. Diese können zum Beispiel so aussehen:

  • Ich bin gut so, wie ich bin.
  • Ich reiche aus.
  • Ich brauche niemanden, um glücklich sein zu können.
  • Ich bin ein liebevoller Partner in meiner Beziehung.
  • Es liegt nicht allein in meiner Macht, Menschen in meinem Leben zu halten.

Wichtig: Die neuen Glaubenssätze sollen positiv sein – aber auch realistisch! Nur wenn Du deren Inhalt auch auf unterbewusster Ebene glaubst, kannst Du sie auch langfristig annehmen.

5. Spreche über Deine Verlustangst

Sprich Dir Deine Verlustangst von der Seele – egal, ob mit Deinem Bruder, Deiner besten Freundin oder Deinem Therapeuten. Das ist nicht nur befreiend, sondern hilft Dir auch noch, Deine eigene Verlustangst besser zu verstehen. Oftmals ergibt es auch Sinn, mit dem Partner selbst über die eigenen Ängste zu sprechen.

kommunikation bei verlustangst
Eine Therapie ergibt durchaus Sinn, wenn die Verlustangst zu stark ist.

Aber Achtung: Mit dem Partner über die eigene Verlustangst zu sprechen empfiehlt sich in der Regel nur innerhalb einer stabilen Beziehung. Handelt es sich um eine Beziehung mit toxischen Dynamiken, kann offene Kommunikation sogar dazu führen, dass man den Partner noch weiter von sich wegstößt (Stichwort: Bindungsangst).

6. Fokussiere Dich auf positive Dinge

Wie bereits erwähnt haben verlustängstliche Menschen in vielen Fällen ein sehr pessimistisches Mindset. Das Problem dabei: Wenn Du immer vom schlimmsten ausgehst, verlierst Du irgendwann den Bezug zur Realität. Denn die schrecklichen Horrorszenarien, die Du Dir Tag für Tag in Deinem Kopf ausmalst, werden wahrscheinlich nie eintreffen. Stattdessen bewirken sie nur eins: Sie schüren Deine Angst und machen Dich kleiner als Du bist.

Hör also auf mit der ewigen Schwarzmalerei! Konzentriere Dich daher auf die schönen Momente in Deinem Leben und speichere diese sorgfältig ab.

Übrigens: Positiv denken ist keine genetische Eigenschaft, sondern kann gelernt werden. Wie Du es in 7 Schritten zum positiven Mindset schaffst, erfährst Du hier.

7. Stärke Dein Selbstwertgefühl

Du bist eine liebenswerte Person.“ Welche Gedanken und Gefühle kommen bei Dir auf, wenn Du diesen Satz liest? Spürst Du regen Widerstand in Deinem Körper? Womöglich sogar eine innere Stimme, die zynisch antwortet: „Schwachsinn! Du musst alleine sterben!

Dann ist dies ein starkes Indiz, das darauf hinweist, dass Du Dein Selbstwertgefühl stärken solltest. Lerne Deine Stärken wertzuschätzen und Deine Schwächen nicht zu verurteilen.

Merke: Ein starkes Selbstwertgefühl ist die beste Waffe, mit der Du Deine Verlustangst überwinden kannst.

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Mit einem starken Selbstwertgefühl zerschlägst Du Deine Verlustangst in 1.000 Teile.

Fazit – Verlustangst überwinden ist möglich!

In so ziemlich jeder Beziehung gibt es einen Part, der etwas mehr Aufmerksamkeit vom Partner benötigt als der andere. Und das ist auch völlig normal und gesund. Kritisch wird es allerdings, wenn das Ungleichgewicht zwischen den beiden Partnern zu groß wird. Wenn der eine sich von ständigen Liebesforderungen erdrückt fühlt und der andere alleine gelassen und nicht geliebt.

Starke Verlustangst ist auf Dauer einfach ein Beziehungskiller. Das Bedürfnis nach permanenter Validierung und Absicherung sowie Kontrollverhalten und Eifersucht belasten nicht nur den Verlustängstler selbst, sondern auch seinen Partner.

Das positive Fazit lautet: Du kannst Deine Verlustangst überwinden! Die Angst vor dem Verlassenwerden ist keine Charaktereigenschaft, die Dir in die Seele gemeißelt ist.

Abschließend noch ein kurzes Video von Robert Betz zum Thema Verlustangst mit der Kernaussage: Lass das Gefühl los, immer alles und jeden kontrollieren wollen und vertraue dem Leben!

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