Kryptowährungen versteuern

Kryptowährungen versteuern – Wie der Staat beim Trading leer ausgeht

Kryptowährungen versteuern – Was du bei deinem Investment beachten solltest

Bitcoin, Ether, ADA oder Miota – der Handel mit Kryptowährungen ist ein zwar hoch volatiles, aber auch überaus lukratives Geschäft. Das weiß auch Vater Staat – und hält beim Handel mit Kryptowährungen unter Umständen die Hand auf. Damit deine Gewinne nicht beim Fiskus landen, musst du einige Dinge beachten. Hier erfährst du, wie du Steuerzahlungen beim Kryptohandel umgehen kannst.

 

Kryptowährungen – Kein Zahlungsmittel, aber Wirtschaftsgut

Auch wenn immer von „virtuellen Währungen“ die Rede ist: Deine Coins sind kein gesetzliches Zahlungsmittel! Vielmehr werden Kryptowährungen von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht als Rechnungseinheiten klassifiziert.

Für das Einkommensteuerrecht bedeutet das, dass sowohl Coins als auch Assets als Wirtschaftsgut eingestuft werden. Als Wirtschaftsgut sind Kryptowährungen hoch interessant für das Bundesfinanzministerium – denn der Handel mit diesem „Wirtschaftsgut“ kann unter Umständen zu Einkünften führen. Und Einkommen ist, du wirst es erraten haben, steuerpflichtig.

 

Handel mit Kryptowährungen – Ein privates Veräußerungsgeschäft

Wenn du mit Bitcoins, Ether, Cardano, Iota, Polkadot oder Ripple handelst, begehst du ein sogenanntes „Veräußerungsgeschäft“. Das bedeutet: Wenn du auf einer Plattform deine Coins in Euros umtauscht, erzielst du einen Gewinn.

Ein Veräußerungsgewinn unterliegt der Steuerpflicht. Also musst du auf deine Erlöse durch den Umtausch Steuern zahlen. Allerdings nicht immer! Denn ob du auf Geschäfte mit Kryptowährungen Steuern zahlen musst, hängt von der Anschaffung deiner Coins ab!

 

Kryptowährungen versteuern oder doch lieber steuerfrei auszahlen?

Wenn du deine Coins mehr als ein Jahr in deinem Wallet liegen lässt, bleiben deine Veräußerungsgewinne bei einem anschließenden Verkauf steuerfrei. Ja, du hast richtig gelesen! Du kannst also heute unzählige Coins kaufen, lässt diese für 12 Monate und einen Tag liegen – und der Fiskus geht leer aus.

Allerdings gibt es zwei Einschränkungen. Zum einen darfst du keine Zinsen mit deinen Kryptowährungen erzielen. Denn in diesem Fall wird sofort die Abgeltungssteuer für die Zinsen fällig – und deine Spekulationsfrist erhöht sich von einem auf zehn Jahre.

Die zweite Einschränkung: Je bekannter Kryptowährungen werden, desto weniger wird der Staat auf Steuern verzichten. Es ist also anzunehmen, dass die Spekulationsfrist von 12 Monaten in naher Zukunft abgeschafft wird.

 

 

Kryptowährungen versteuern – Freigrenzen beachten

Wenn du deine Kryptowährungen weniger als 12 Monate hältst und sie dann mit Gewinn verkaufst oder tauschst, wird der Gewinn nach deinem persönlichen Steuersatz versteuert. Das kann dazu führen, dass dein vermeintlich schönes Plus nahezu vollständig in die Taschen des Fiskus wandert.

Eine kleine Freigrenze wird dir aber eingeräumt. Wenn du bis zu 600 Euro im Jahr aus privaten Veräußerungsgeschäften erwirtschaftest, sind diese steuerfrei. Liegst du aber auch nur einen Euro über den 600 Euro, wird umgehend die Steuer auf den gesamten Veräußerungsgewinn fällig.

 

 

Vorsicht auch beim Mining von Kryptowährungen

Auch wenn das Mining von Coins aktuell eher ein Fall für große Mining-Farmen ist – theoretisch könntest du beim Schürfen von Kryptowährungen Gewinne machen. Und in dem Fall freut sich vor allem das Finanzamt – denn wenn du Mining betreibst, führst du einen Gewerbebetrieb. Und dieser unterliegt an allen Fronten der Steuer. Wenn du Verluste gemacht hast, wird es interessant.

Natürlich liegen Coins nicht immer in der Gewinnzone, sondern können auch ganz ordentliche Verluste einfahren. In diesem Fall können die Verluste aber für dich zum Gewinn werden! Denn wenn du Coins mit Verlust veräußerst, kann du diesen Verlust mit anderen Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften verrechnen.

Oder du nimmst den Verlust mit ins nächste Jahr und verrechnest ihn dann mit künftigen Gewinnen. Oder anders rum gesagt: Wenn du bei einem privaten Veräußerungsgeschäft Verlust gemacht hast, kannst du unter Umständen Coins steuerfrei traden.

 

 

Kryptowährungen versteuern – Die Rechtsprechung ist noch nicht am Ende

Wenn dieser Text geschrieben und veröffentlich worden ist, kann er vielleicht schon wieder veraltet sein. Die deutsche Rechtsprechung ist nämlich in Sachen Kryptowährungen versteuern noch nicht ganz auf einer Linie. Es ist daher zu erwarten, dass sich in den kommenden Monaten und Jahren noch einiges in Sachen Steuerrecht bei Bitcoin und Co. ändern wird. Natürlich halten wir dich hier auf dem Laufenden!